Stadtamt Kufstein
Wir verwenden Cookies für dein individuelles Surf-Erlebnis, um Inhalte und Anzeigen zu personalisieren, Funktionen für soziale Medien anbieten zu können und die Zugriffe auf unsere Website zu analysieren. Außerdem geben wir Informationen zu Ihrer Verwendung unserer Website an unsere Partner für soziale Medien, Werbung und Analysen weiter. Unsere Partner führen diese Informationen möglicherweise mit weiteren Daten zusammen, die Sie ihnen bereitgestellt haben oder die sie im Rahmen Ihrer Nutzung der Dienste gesammelt haben. (inkl. US-Anbietern)

31. Oktober 2024

Teile das mit deinen Freunden

Großes Interesse am Tag der offenen Festungstür

Am 31. Oktober waren die Festungstüren in Kufstein von 9 bis 16 Uhr bei freiem Eintritt geöffnet, denn das beeindruckende Wahrzeichen feiert dieses Jahr ein bedeutendes Jubiläum. Es gehört seit genau 100 Jahren der Stadtgemeinde Kufstein. Dieses historische Ereignis lockte viele Besucher:innen in die ehrwürdigen Mauern, in denen erstmalig „Hidden Places“ – also Orte, welche der Öffentlichkeit normalerweise nicht zugänglich sind – geöffnet waren.

2410_Feuerwehr_Helme_(c)_FeuerwehrKufstein_6518
Am Tag der offenen Festungstür konnten Besucher:innen den beeindruckenden Dachstuhl besichtigen, der als "Hidden Place" gilt.

Kufsteins Wahrzeichen seit 100 Jahren im Besitz der Stadtgemeinde

Die Festung gehörte bis 1924 dem Bund, allerdings wollten die damaligen Stadtvertreter:innen das ändern. Durch dieses Vorhaben kam es zu harten Verhandlungen, die mit einem beeindruckenden Handel endete. Die Festung mitsamt ihrem Inventar und auch die dazugehörigen Grundstücke am Fuße des Festungsberges wurden gegen eine 18 Hektar große Waldfläche eingetauscht.

Mittlerweile ist die Festung ein unverzichtbarer Bestandteil der Stadtgemeinde und zieht jährlich rund 200.000 Besucher:innen an. Dies liegt auch daran, dass die Vermarktung des Wahrzeichens 1996 in eine eigene GmbH gelegt wurde, was laut dem jetzigen Geschäftsführer Emanuel Präauer eine Entscheidung mit großer Weitsicht war. Immerhin finden auf der Festung rund 180 Veranstaltungen im Jahr statt und sie zählt zu den wichtigsten Sehenswürdigkeiten in Tirol.

ThesisAward_2024_(c)Standortmarketing3501
Auch das Stollensystem im Festungsberg war am 31. Oktober für die Öffentlichkeit zugänglich.

Volles Festungshaus

Am Donnerstag war es endlich so weit: Besucher:innen durften einen Blick hinter die Kulissen werfen und zudem bei freiem Eintritt Besichtigungen, Rundgänge und jede Menge Programm genießen. Für musikalische Unterhaltung sorgten die „Tanzlmusig Stoaschleidara“.

Die Gäste hatten die Gelegenheit, an zwei besonderen Führungen teilzunehmen: Eine für Erwachsene und eine speziell für Kinder, welche die Vergangenheit der Festung aus einer kindgerechten Perspektive beleuchtete. Beide Touren verfolgten das Ziel, die vielfältigen Attraktionen der Festung erlebbar zu machen und einen umfassenden Einblick in ihre Geschichte und Bedeutung zu geben. Highlight des Tages war die exklusive Öffnung der „Hidden Places“ der Festung, von denen ein Spektakel in die Höhe und eines in die Tiefe führte.

Die Geschwister Paul (7) und Ella (3) aus Oberlangkampfen waren bereits zum dritten Mal zu Besuch und erzählten: „Wir freuen uns heute ganz besonders auf den Dachstuhl, den wir noch nie gesehen haben.“ Paul ergänzte: „Ich finde Kerker und Höhlen immer am tollsten, weswegen ich unbedingt noch zum Stollen will.“

Besucher:innen aus dem Tiroler Oberland hatte in der Zeitung vom Tag der offenen Tür gelesen: „Wir wollten schon lange Mal zur Festung in Kufstein, weil wir sonst immer nur vorbeifahren, da war heute die perfekte Gelegenheit. Hier gibt es wirklich viel zum Anschauen, was uns sehr gut gefällt.“

Höchster Punkt: Dachstuhl des Kaiserturms für Öffentlichkeit zugänglich

Den monumentalen Kaiserturm kennt man in und um Kufstein, jedoch befindet sich im Inneren des knapp 21 Meter dicken Turms ein ganz besonderes Geheimnis: der einzigartige Dachstuhl.
Dieser wurde im Zuge seines Baus von 1518 bis 1522 errichtet. Allerdings griffen beim sogenannten Bayrischen Rummel 1703 Brände aus der Stadt auf die Festung über. Der Turm, der als Geschützturm und somit zur Lagerung von Munition und der gleichen diente, explodierte und erlitt große Schäden. Anfang des 18. Jahrhunderts erhielt er dann sein heutiges Erscheinungsbild im Zuge eines Umbaus.

„Obwohl viele Kufsteiner:innen eine innige Beziehung zur Festung haben, konnten bisher nur wenige den Dachstuhl sehen, weswegen wir am Tag der offenen Tür den Zugang ermöglichen. Es besuchen uns auch immer wieder Handwerks- und Zimmereibetriebe, die sich den Dachstuhl anschauen, damit sie nachvollziehen können, wie das Holz über so viele Jahre hinweg unbeschädigt bleibt. Früher hatte man Zeit für Werkstoffe und somit für die Trocknung des verwendeten Lärchenholzes. Dadurch war bei der Errichtung keine Restfeuchte mehr enthalten, was das Material wesentlich witterungsbeständiger macht. Immerhin liegt das Monument auf der exponiertesten Lage der Innenstadt, was zeigt, dass hier bereits vor 300 Jahren eine absolute Top-Konstruktion entstanden ist. Dennoch wird das Dach häufig überstiegen, vorwiegend nach Stürmen, um den Erhalt zu gewähren.“

Emanuel Präauer

Tiefster Punkt: Auch das sagenumwobene Stollensystem war geöffnet

Dass der Festungsberg mit einem Stollensystem durchzogen ist, wissen viele, allerdings bleibt der Zugang den meisten verwehrt – bis heute jedenfalls. Besucher:innen durften beim Tag der offenen Tür nämlich auch Teile des Stollensystems betreten. Dieses verläuft nicht nur unter dem Kaiserturm, sondern führt auch Richtung Festungsarena. Der Stollen diente der Kufsteiner Bevölkerung im Zweiten Weltkrieg als Luftschutzbunker. Allerdings merkt Emanuel Präauer an: „Es gibt Geschichten über Lazarettbetriebe in den Stollen.

„Es gibt Geschichten über Lazarettbetriebe in den Stollen. Diese konnten in Gesprächen mit Zeitzeugen nicht bestätigt werden. Belegt ist, dass es damals Aufsichtspersonal gab, welches im Ernstfall darauf achtete, dass die Menschen im Luftschutzbunker nicht miteinander sprachen, um nicht unnötig Kohlendioxid in dem begrenzt mit Sauerstoff gefüllten System auszustoßen. Zudem stellten sie sicher, dass jede:r einen Platz hatte.“

Emanuel Präauer

adobestock-528834045-4

Stadtgeschehen, Kinder & Jugend

Antrag für ein Lehrschwimmbecken

26. Februar 2025

untere-feldgasse-2-4-4

Stadtgeschehen, Kurz notiert

Vorbereitungsarbeiten in Kufstein

25. Februar 2025

3-dsc-0421-4

Stadtgeschehen, Kulturleben

Neue Kufsteiner Südtiroler Siedlung wächst

24. Februar 2025

Stadtgeschehen, Nachhaltigkeit & Umwelt

Energie-Sozialfonds für Kufstein

24. Februar 2025

nachtderkunst-005-4

Stadtgeschehen, Kulturleben

Nacht der Kunst 2025

21. Februar 2025

202502-kultur-events-u18-social-media-sujet-1080x1350-4

Stadtgeschehen, Kulturleben

Neuerung beim städtischen Kulturprogramm

18. Februar 2025

Teile das mit deinen Freunden