28. April 2026
Teile das mit deinen Freunden
EBBSER KOASAMARSCH 2026
NEUE HANDSCHRIFT AUF BEWÄHRTEN WEGEN

Der Ebbser Koasamarsch geht am Samstag, 13. Juni 2026, in seine 56. Auflage. Nach über 10 Jahren als Streckenchef übergibt Jürgen Sevignani die Verantwortung nun an Vereinskollegen Gerhard Pfluger. Das Wander- und Trailrunning-Event im Kaisergebirge bleibt seiner Linie treu: drei Trailrunning-Distanzen (20/33/55 km) und vier Wanderstrecken (4,2/12/20/33 km), dazu ein bewusst limitiertes Teilnehmerfeld. Damit garantieren die Veranstalter, dass das Naturerlebnis im „Koasa“ auch künftig ein besonderes bleibt.
Im Mittelpunkt der heurigen Ausgabe steht neben dem umfangreichen Programm ein Generationenwechsel im Organisationsteam: Jürgen Sevignani, über viele Jahre Streckenchef und prägende Kraft hinter Streckenführung und Beschilderung, hat seine Funktion an Gerhard Pfluger übergeben. Beide sind im WSV Ebbs aktiv und seit vielen Jahren Teil des Koasamarsch-Teams.
Mittendrin und stets dabei - Jürgen Sevignani (Mitte) mit Benni Bublak (re.) und Trailrunner Roman Pilny (li.) beim Community Trailrun-Event in Kufstein.
DIE HARDFACTS IM ÜBERBLICK
- Termin: Samstag, 13. Juni 2026
- Veranstalter: WSV Ebbs (Sektion Alpin)
- Trailrunning: 20 km / 33 km / 55 km
- Wandern: 4,2 km / 12 km / 20 km / 33 km
- Limitierte Startplätze: max. 1.200 – davon 155 für die Jubiläumsstrecke „KOASA-55-Panorama-Trail“
SEVIGNANI SIEHT STRECKEN ALS VERSPRECHEN

(c)TVB Kufsteinerland_Marco Pircher
Sevignanis Koasamarsch-Geschichte begann bodenständig: „Beim ersten Koasamarsch habe ich nur den Smoker und das darin brutzelnde Fleisch beaufsichtigt“, erzählt er schmunzelnd. Richtig ins Streckenthema eingestiegen ist er ab dem Jahr 2014. Damals, als der Einsatz von Sportuhren zunahm, häufte sich im Ziel die Frage, wo denn die ganzen Kilometer geblieben sind. Da waren „nur“ 32 km aufgezeichnet. Klar, denn die damalige Streckenführung war noch nicht GPS-vermessen und betrug tatsächlich nur 32 km, genauso wie auch die 21er-Strecke eigentlich nur 16 km lang war. Sevignani sah sich den Läuferinnen und Läufern gegenüber verpflichtet, einen Marathon beziehungsweise Halbmarathon auch als solchen anzubieten. Davon angespornt, begann Sevignani die Strecken sauber zu vermessen, zu dokumentieren und weiterzuentwickeln – alles in Zusammenarbeit mit dem Innsbrucker Planungsbüro „max2“. Das Ergebnis war eine mittels GPS-Daten exakt vermessene 42,3 km lange Marathonstrecke sowie eine Halbmarathondistanz von 21 km. On top bekam der Ebbser Koasamarsch die erste offiziell genehmigte Trailrunning-Beschilderung in Tirol.
VON VERSCHWUNDENEN WEGEN UND VOM BÄUME SÄGEN – GESCHICHTEN, DIE DER „KOASA“ SCHREIBT

(c)Privat_Sevignani
Im Laufe der Jahre sammelten sich zahlreiche besondere Momente und ereignisreiche Erinnerungen an. Sevignani denkt im Speziellen an die erstmalige Datenvermessungstour für den 33 km langen „KOASA-Classic-Run“. Zu dritt machten sie sich auf den Weg Richtung Stripsenjoch. „Am Höhenweg zum Stripsenjoch lag überraschenderweise noch so viel Schnee, dass der Steig nicht zu finden war. Da haben wir uns aufgeteilt, in der Hoffnung, dass zumindest einer fündig wird,“ erinnert sich Sevignani an den Versuch, die Strecke aufzuzeichnen. Dieser blieb an jenem Tag ohne Erfolg und erforderte einen zweiten Anlauf. Auch im Jubiläumsjahr 2019 zeigte sich die Streckenführung von ihrer widerspenstigen Seite. Der 50. Ebbser Koasamarsch wurde zum Anlass genommen, für die Trailrunner eine einmalige Jubiläumsstrecke zu kreieren – der KOASA-Jubiläumstrail mit 54 km und 3.850 h. Aufgrund des schneereichen Winters lagen unzählige umgebrochene Bäume auf der gesamten Strecke. Diese galt es zu beseitigen: „Da war die Säge nicht nur für den Schnee im Einsatz“, berichtet Sevignani über die herausfordernde Freilegung der einmaligen Trailrun-Strecke im Jahr 2020.
KEIN „SPAZIERGANG“

(c)TVB Kufsteinerland_Marco Pircher
Wer die Koasamarsch-Routen kennt, weiß, dass man sich hier nicht auf gemütlichen Forststraßen und Wanderwegen ans Ziel kämpft. Sevignani bringt es auf den Punkt: „Im Kaisergebirge sind es Pfade und Singletrails, die Konzentration, Trittsicherheit und Respekt einfordern. Vor allem Wurzeln, unregelmäßige Tritthöhen und wechselnde Untergründe verlangen den Teilnehmern alles ab.“ Genau das mache den Ebbser Koasamarsch aus, sagt er und betont abermals, wie wichtig es ist, dass die Strecke gut überlegt sein muss. So auch beim „KOASA-55-Panorama-Trail“. Mit 55 km und rund 4.000 hm ist er gefüllt mit Singletrails par excellence, einer Bachdurchschreitung und anspruchsvollen Downhills. Der anlässlich 55 Jahre Ebbser Koasamarsch aufgelegte Ultralauf wird aufgrund der optimalen Auslegung und den vielen positiven Rückmeldungen auch 2026 wieder angeboten.
ÜBERGABE AN GERHARD PFLUGER – SEVIGNANI BLEIBT TEIL DES TEAMS
Mit Gerhard Pfluger übernimmt ein Mann, der selbst schon jahrelang aktiv für den Ebbser Koasamarsch im Einsatz ist und die Abläufe somit kennt. Sevignani bleibt dem Team für jegliche Hilfestellung im Hintergrund erhalten. Auf die Frage, ob er denn nicht selbst mitlaufen möchte, kommt eine ehrliche Antwort: „Den Höllenritt habe ich mir tatsächlich schon einmal als „Auszeit“ gegönnt, aber da war ich nur im hinteren Ergebnisfeld zu finden.“ Dieses Jahr wird er am Veranstaltungstag, dem 13. Juni, an der Verpflegungs- und Kontrollstation am Stripsenjochhaus anzutreffen sein. Der Ebbser Koasamarsch ist für ihn längst mehr als ein wiederkehrender Termin im Kalender. Besonders hebt er die hervorragende und „beflügelnde“ Zusammenarbeit mit dem Organisationsteam hervor. Die dadurch entstandenen Freundschaften würden wohl auch jeden „Höllenritt“ überstehen.

(c)Privat_Sevignani
Aus Sevignanis Bildarchiv - Sogar der Gartenrechen kam mit auf die Streckenbesichtigung.

(c)Privat_Sevignani
Die Last des Winters lässt Bäume knicken - Keine Hürde für den Streckenchef, schließlich müssen die Trails so sicher wie nur möglich sein.

(c)TVB Kufsteinerland_Marco Pircher
Der Community-Gedanke ist auch beim Ebbser Koasamarsch selbst stark vorhanden. Teilnehmende Gruppen gehen es meist lockerer an. Verständlich, die landschaftlichen Gegebenheiten laden immer wieder zu kleinen Pausen ein.
GEMEINSAM LAUFEN – COMMUNITY TRAILRUN VERBINDET

(c)o&k
Der im Vorfeld initiierte Community Trailrun am 23. April 2026 gilt mittlerweile als Fixpunkt im Laufkalender der Region. Auch heuer lud der Tourismusverband Kufsteinerland gemeinsam mit den Koasamarsch-Veranstaltern, Alles Laufbar und Thenex Runclub zum abendlichen Gemeinschaftslauf. Mit dabei war auch Jürgen Sevignani. Nach einer gemeinsamen Aufwärmsession ging es mit rund 80 weiteren Trailrunning-Enthusiasten auf die Strecke. Einen informativen Ausklang fand der Abend bei einem Live-Podcast mit der Elite-Trailrunnerin Sonja Kinna und Benni Bublak von Alles Laufbar. „Der Community Trailrun ist eine tolle Veranstaltung und eine Bereicherung für den Ebbser Koasamarsch,“ zeigt sich Sevignani begeistert von dem Laufevent.
EINDRÜCKE DES COMMUNITY TRAILRUNS INKLUSIVE LIVE-PODCAST



(c) Text: O&K Kommunikation
Teile das mit deinen Freunden





