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01. September 2026

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Ein neues Stück Stadt: Das Zukunftsquartier nimmt Gestalt an

ZQK-Visualisierung-Baufeld 2+3+4-04

Visualisierung-Baufeld 2+3+4 Quelle: ZQK

Es gibt Bereiche, die eine Stadt nur einmal in Generationen neu erfinden kann – die ehemalige Enrich-Kaserne ist einer davon. Wo einst Zäune den Zugang versperrten, öffnet sich auf rund sechs Hektar ein ganzes Kapitel Stadtgeschichte: nicht mehr abgeschottet, sondern für alle. Schritt für Schritt entsteht hier ein Quartier, das Maßstäbe setzt – leistbarer Wohnraum, großzügige Freiräume und öffentliches Grün fügen sich zu einem lebendigen Stadtteil, wie ihn Kufstein so noch nicht kannte. Wie der Prozess fortschreitet, lässt sich heute an acht der 16 geplanten Baufelder ablesen, die bereits in konkreter Ausarbeitung sind und einen Zeitstrahl für die kommenden Jahre aufzeigen.

Der Auftakt: Das Studentenwohnheim
Den Anfang macht das Studentenwohnheim auf Baufeld 1. Als erstes fertiggestelltes Gebäude des Quartiers ist seine Eröffnung für Herbst 2026 geplant – rechtzeitig, um Studierenden zum neuen Semester ein Zuhause direkt am Quartiersrand zu bieten. Damit setzt das Areal ein sichtbares erstes Zeichen dafür, wohin die Reise geht: von der abgeschotteten Fläche hin zu einem offenen und belebten Stadtteil.

Das Herzstück: Leistbarer Wohnraum
Prägen werden die kommenden Jahre vor allem der gemeinnützige Wohnbau. Rund 307 Wohnungen entstehen hier bereits in absehbarer Zeit – leistbarer Wohnraum, der gezielt den Kufsteiner:innen zugutekommen soll. Getragen wird dieser von drei gemeinnützigen Bauträgern: Die GHS errichtet auf den Baufeldern 2 und 5 rund 87 Wohnungen, die Neue Heimat Tirol (NHT) auf den Baufeldern 3, 4 und 6 weitere 157 und die BWSG ergänzt das Angebot auf Baufeld 16 um 63 Einheiten. So bleibt zentrales, gut angebundenes Wohnen in Kufstein bezahlbar – ein Anliegen, das der Stadt besonders am Herzen liegt und ein Grundgedanke des gesamten Quartiers ist.

Was 2026 passiert
Folgendes steht dieses Jahr noch an: Die Baufelder 2, 3 und 4 befinden sich in Genehmigungsverfahren, der Baustart dürfte im Laufe des Jahres erfolgen. Damit werden aus Visionen Bauwerke – die ersten leistbaren Wohnräume des Quartiers für Kufsteiner:innen rücken in greifbare Nähe. Parallel dazu laufen die Vorbereitungen für die Baufelder 5, 6 und 16. Im Fokus steht dabei, die vereinbarten Qualitäten – von der Architektur bis zur Gestaltung und Nutzung der Freiräume – rechtlich zu sichern, bevor erste Baumaßnahmen erfolgen. Ein Prozess, der nach außen kaum sichtbar ist, für die langfristige Güte des Quartiers aber ausschlaggebend ist. Denn was hier entsteht, prägt das Stadtbild über Jahrzehnte.

Qualität vor Tempo: Baufeld 7
Eine Schlüsselrolle spielt Baufeld 7. Hier, an einer der prägnantesten Stellen des Areals, soll ein echtes Wahrzeichen entstehen – ein Gebäude, das mit rund elf oberirdischen Geschossen weit über das Quartier hinaus sichtbar sein wird und schon deshalb mit besonderem Bedacht zu entwickeln ist. Nach der Projektpräsentation im Bauausschuss wird der Entwurf derzeit weiter geschärft. Gerade an so
einem markanten Punkt zählt jedes Detail: Sorgfältiges Abwägen und Nachjustieren ist kein Zögern, sondern Ausdruck hohen Anspruchs. Am Zukunftsareal geht Qualität vor Tempo.

Ein Quartier, das zusammenwächst
Was die einzelnen Baufelder verbindet, ist die gemeinsame Idee dahinter: Es sollen nicht nur Gebäude nebeneinanderstehen, ein Stadtteil soll sich entwickeln und zusammenwachsen. Studentisches Wohnen, geförderte Wohnungen, großzügige Grün- und Freiräume im Herzen des Areals greifen ineinander als Teile eines Ganzen. Die Freiraumplanung läuft dabei auf Hochtouren – vom öffentlichen Park über eine Spielstraße bis zur klugen Einbindung des bereits vorhandenen Baumbestands. Oberirdisch bleibt das Quartier autofrei und macht das Zu-Fuß-Gehen und das Radfahren zur selbstverständlichen Art, sich zu bewegen. So entsteht ein Ort der kurzen Wege und der offenen Räume.

Das Zukunftsquartier ist längst kein Versprechen mehr, sondern greifbare Gegenwart. Mit dem Studentenwohnheim als Vorreiter und den ersten Wohnbauten kurz vor dem Baustart beginnt für Kufstein ein neues Kapitel Stadtentwicklung – Baufeld für Baufeld, Jahr für Jahr.

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